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Gutachterbüro Bernd Hubrig

Leistungen Über mich Gehölzwertermittlung

Anmerkung zur Gehölzwertermittlung

nach der Methode Koch zur Schadenshöhe an Gehölzen

Gehölzschaden analog § 249 BGB, Naturalresistution
Grundsätzlich hat aus sachverständiger Sicht der Geschädigte nach § 249 BGB Anspruch auf Wiederherstellung des vormaligen Zustandes. Bei Bäumen ergibt sich hieraus das Erfordernis der Naturalresistution. In der Regel gibt es jedoch für die Beschädigung oder Zerstörung von Bäumen keine volle Naturlresistution. Das trifft dann zu, wenn die Naturalresistution nicht möglich ist, nicht ausreichend oder unverhältnismäßig ist. In diesen Fällen bestimmt § 251 BGB die Leistung des Schädigers in Form von Wertersatz.

Gehölzschaden analog § 251 BGB, (Sachwert nach der Methode Koch)
Die Gehölzwertermittlung erfolgt gemäß gängiger Rechtsprechung nach dem Sachwertverfahren Koch. Die Methode Koch wurde vom Bundesgerichtshof im „ Kastanienbaumurteil“ vom 13.05.1975 (NJW 1975, 2061 u. VersR 1975, 1047) für Schadensfälle anerkannt. Bei diesem modifizierten Sachwertverfahren werden die üblichen Herstellungskosten (Normalherstellungskosten) eines Gehölzes nach gegenwärtigen Preisverhältnissen ermittelt. Von dem so ermittelten Sachwert werden vor der Schädigung bereits bestehende Wertminderungen abgezogen. Die Wertermittlung legt die Neuanpflanzung eines artgleichen, üblicherweise jüngeren Ausganggehölzes und seine Entwicklung bis zum Erreichen einer gleichwertigen oder hinreichenden Funktion zugrunde. Damit ist die Funktion eines Gehölzes das wesentliche Kriterium für dessen Wert.